Freiburgstrasse 139E Bern
- Holz
- Projekt
- Urban
- Wohnen
- Adresse
Freiburgstrasse 139E, Bern
- Bauherrschaft
- Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik der Stadt Bern
- Hochbau Stadt Bern
- Auftragsart
Projektwettbewerb
- Planung
2025
- Planungsteam
- Arcollage, Bern
- Amstein + Walthert, Bern
- Schnetzer Puskas, Basel
- PAEC, Biel
- Holzprojekt, Bern
- Regula Müller Ökologische Beratung, Zürich
- Feroplan engineering, Zürich
- Visualisierung
VINN Visualisierungen, Solothurn
- Adresse
Freiburgstrasse 139E, Bern
- Bauherrschaft
- Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik der Stadt Bern
- Hochbau Stadt Bern
- Auftragsart
Projektwettbewerb
- Planung
2025
- Planungsteam
- Arcollage, Bern
- Amstein + Walthert, Bern
- Schnetzer Puskas, Basel
- PAEC, Biel
- Holzprojekt, Bern
- Regula Müller Ökologische Beratung, Zürich
- Feroplan engineering, Zürich
- Visualisierung
VINN Visualisierungen, Solothurn
Beschreibung
Das Quartier ist geprägt durch die beiden Achsen der Bahnlinien nach Thun und der Freiburg-/Schlossstrasse. Durch den Terrainversprung von der Weissensteinstrasse und den geschützten Baumbestand ergibt sich ein Raum zwischen diesem Wall, dem Hellerhochaus und der Fortführung der Freiburgstrasse. Das geplante Gebäude bezieht sich auf diese Raumstruktur und reagiert mit einer L-Figur zum Wald, mit einer offenen Diagonale zur Strasse und Platz sowie einem in den Proportionen an die Zeilenbauten der Siedlung anlehnenden Volumen zum Hellerhochhaus hin.
Die Parzelle fungiert als Zwischenraum, der mit seinem bewaldeten Hang einerseits den Abschluss des Könizbergwaldes bildet und andererseits eine Freifläche zwischen zwei unterschiedlichen urbanen Strukturen schafft. Das Gebäude markiert mit seiner begrünten Westfassade einen klaren städtebaulichen Abschluss zur Freiburgstrasse und ist das soziale und naturnahe Bindeglied: Spielkreis, Quartierweg, Wiesen, Hecken und Waldpfade fördern Begegnung, Rückzugsorte und Biodiversität.
Als moderner Holzbau setzt das Projekt konsequent auf nachhaltige, vorgefertigte Konstruktionselemente. Das Tragwerk basiert auf einer Skelettbauweise und schafft die Freiheit für flexible, nichttragende Innenwände. Es lassen sich auf allen Geschossen Wohnungen zu einer grossen Cluster-Wohnung zusammenschliessen oder auch einzelne Zimmer zur einen oder anderen Wohnung dazuschalten. Die Wandelemente bestehen aus einer Holzständerkonstruktion, die mit Lehmbauplatten beplankt und mit Lehm verputzt werden. Diese Bauweise schafft ein gesundes Raumklima: Lehm reguliert auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit, wirkt schallabsorbierend und trägt zur thermischen Speicherkapazität des Gebäudes bei.
Alle Wohnungen sind mit den Koch-/Essbereichen und deren privaten Aussenräume gegen Osten, Süden oder Westen ausgerichtet. An der Westfassade lässt sich eine direkte Nachbarschaft über die Balkonstruktur bei gleichzeitig möglicher Privatsphäre leben. Im Erdgeschoss befindet sich ein grösserer multifunktionaler Raum für Gewerbe- und Dienstleistung an. Dieses Angebot an Gewerbe wird für das Quartier als geeignet erachtet und würde mit seiner Lage den Spielkreis aktivieren. Als Beitrag zur heterogenen Stadt erhält der Ort damit auch ein öffentliches Gesicht.
Das Projekt verfolgt einen konsequenten Low-Tech- und Nachhaltigkeitsansatz: Suffizienz zeigt sich in kompakten Wohnungen, reduziertem Flächenverbrauch, Verzicht auf Parkplätze, Klimaanlagen und aufwändige Oberflächen sowie in robusten, emissionsarmen Materialien. Konsistenz wird durch erneuerbare Energien, Fernwärme, Photovoltaik, Re-Use-Bauteile, nachwachsende Rohstoffe, Wassersparmassnahmen und Regenwassernutzung erreicht. Effizienz prägt die klare Gebäudestruktur, die kompakte Erschliessung, die vollständige Systemtrennung der Haustechnik und eine einfache, wartungsarme Organisation. Resilienz entsteht durch flexible Grundrisse, langlebige Materialien und einen guten sommerlichen Wärmeschutz ohne aktive Kühlung.